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Blockchain ermöglicht Smart Contracts

Die Blockchain ermöglicht neben Kryptowährungen auch so genannte Smart Contracts, die die komplette Finanzwelt auf den Kopf stellen werden.

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Die Kryptowährung Bitcoin ermöglicht uns sichere, anonyme und sofortige Geldtransfers, ohne dass Banken oder andere Institutionen involviert sind. Das macht diese Währung natürlich besonders interessant, da sie eine verlässliche Infrastruktur hat und somit die Aufgabe der Banken abnimmt und damit auch die hohen Transaktionsgebühren erspart.

Möglich ist das durch die Blockchain, eine verteilte, mit Verschlüsselungsalgorithmen abgesicherte Plattform, die sicherstellt, dass jede Transaktion unveränderbar und nachvollziehbar protokolliert wird. Transaktionen sind nicht mehr veränderbar und von jedem einsehbar.

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Smart Contracts

Das volle Potenzial spielt die Blockchain aber erst in Verbindung mit den „Smart Contracts“ aus. Das sind digitale Versionen von Verträgen beliebiger Art, die sicherstellen, dass Interaktionen zwischen verschiedenen Parteien automatisch nach vorher vereinbarten Regeln ablaufen. Automatische Ausführung von Aktionen, die gleichzeitig auch verbindlich und nicht widerrufbar sind – eine Kombination, die die Finanzwelt aufhorchen ließ. Derivatenhandel, Darlehens- und Hypothekenverträge und Finanzierungen sind potenzielle Anwendungsfälle, die durch Smart Contracts auf der Blockchain abgehandelt werden können und an denen auch bereits gearbeitet wird.

Laut einer Studie der New Yorker Unternehmensberatung Accenture befassen sich bereits neun von zehn Banken mit Anwendungen auf der Blockchain.

Handel auf der OTC-Blockchain

Die OTC-Blockchain ist eine auf der Blockchain basierende Plattform für außerbörslich gehandelte Währungen, Rohstoffe und Wertpapiere (OTC = Over the Counter Handel). Wie läuft der OTC-Handel ab? Abgewickelt wird der Handel auf klassischem Weg über einen Broker und er unterliegt strengen Vorschriften zur Geldwäsche. Ein direktes Peer-to-Peer Modell auf der Blockchain mit einer automatischen und verlässlichen Überprüfung der Vorschriften per Smart Contracts löst dieses Dilemma auf. Außerdem verfügt es über ein Identitätsmanagement, welches Handelspartner sicher identifiziert, die Datenhaltung außerhalb der Blockchain verschlüsselt und auch die Speicherung von größeren Datenmengen ermöglicht.

Diese OTC-Blockchain soll bis Mai 2017 von einem Schweizer Konsortium aus Banken, der ti&m AG aus Zürich und dem Institut für Finanzdienstleistungen (IFZ) der Hochschule Luzern umgesetzt werden. In Zukunft werden mit der OTC-Blockchain außerbörsliche Trades direkt zwischen den Handelspartnern erfolgen, ohne Broker und vor allem mit automatischer, auditierbarer und damit rechtssicherer Überprüfung der Geldwäscheregeln.

 

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