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Warum der Wert von Bitcoin unendlich ist

Unendlich. Das ist das Potenzial für Bitcoin.

The sky (the state) is the limit. Denn diesmal ist alles anders.

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Der Kurs von Bitcoin hängt nicht von fundamentalen Faktoren wie Cash-Flow oder Inventarwert ab, sondern einzig von dem Vertrauen der Nutzer in Bitcoin als Währung. Und dieses Vertrauen ist das reziproke Spiegelbild des Misstrauens gegenüber den jetzigen Papiergeldwährungen. Wer sich mit dem Papiergeldsystem auskennt, weiß, dass Dollar und Euro locker noch einmal 90% an Wert verlieren können. Tatsächlich hat der Dollar seit seiner Einführung schon einmal 90% verloren und daraufhin noch einmal fast 90% (Wir sind derzeit bei etwa bei 98% Wertverlust, je nach Vergleichsmaßstab). Der Wert nähert sich exponentiell der Null-Linie. Das Kurspotenzial von Bitcoins ist daher der Kehrwert dieser Exponentialkurve. Diese Exponentialkurve hat aber keine Grenze, an die sie anstoßen könnte. (Exkurs: Deshalb gibt es auch keinen Grenzen des Wachstums. Dass die Erde endlich ist, ist irrelevant. So lange es neue Erfindungen gibt, kann die Produktivität steigen. Es gibt keine Begrenzung des menschlichen Geistes).

Da die Anzahl der Bitcoins begrenzt ist, kann deren Wert also immer weiter steigen, solange sich die Menschheit nicht selbst vernichtet.

Heißt das, dass Bitcoins immer weiter steigen müssen? Keineswegs. Sie steigen nur so lange, wie Bitcoin als Geld anerkannt wird. Geld ist, was Geldfunktionen erfüllt. Die beiden Funktionen von Geld sind: Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel. An dieser Definition erkennen wir schon, dass Dollar und Euro gar kein Geld sind. Die Wertaufbewahrungsfunktion erfüllen sie in keinster Weise, denn sie entwerten sich – mit Ausnahme ganz kurzer deflationärer Phasen – andauernd. Und die Tauschfunktion erfüllen sie nur, weil der Gesetzgeber sie zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt hat. Es ist Fiat Money (Von lat. fiat = es werde).

Bitcoin hat aber niemand zum Tauschmittel erklärt. Sondern es wird freiwillig von einer ständig ansteigenden Anzahl von Menschen und Unternehmen akzeptiert. Die Wertaufbewahrungsfunktion erfüllen Bitcoin bis dato nur sehr rudimentär. Schließlich ist auch diese Währung schon einmal drastisch gefallen. Aber, und das ist das Bemerkenswerte, sie hat sich von diesem dramatischen Wertverlust wieder vollständig erholt und erzielt im Moment täglich neue historische Höchststände. Das hat noch kein ungedecktes Papiergeld geschafft.

Die größte Bedrohung für Bitcoin geht natürlich vom Staat aus. Bitcoin hat nicht nur das Potenzial, alle Zentralbanken vom Antlitz der Welt zu tilgen, sondern auch die Staaten selbst. Mit der Möglichkeit, die Bevölkerung über das Geldsystem zu kontrollieren und zu enteignen, ist der Staat fast sämtlicher Handlungsmöglichkeiten beraubt. Transaktionen können völlig anonym und an der Steuer vorbei durchgeführt werden. Ein Bitcoin ist das Eigentum seines Benutzers und dazu braucht es ganz offensichtlich nicht den Staat.

Der Staat wird also alles tun, um Bitcoins zu zerstören. Aber das ist gar nicht so einfach, weil es keinen zentralen Angriffspunkt gibt. Der Algorithmus ist öffentlich und für jeden einsehbar. Jeder kann sich die erforderlichen Daten herunterladen. Es gibt also unzählige Webseiten und Server, auf denen alle Daten gespeichert sind, die man benötigt, um die eigenen Bitcoins zu entschlüsseln. Selbst wenn also fast alle Webseiten gesperrt und die meisten Server beschlagnahmt wären, genügt ein übrig gebliebenes Speichermedium, auf dem alle bisher abgeschlossenen Transaktionen gespeichert sind (Blockchain), um das ganze System wiederherzustellen. Alle auf Medien wie USB-Sticks gespeicherten Bitcoins wären wieder funktionsfähig. Theoretisch könnten also sogar alle Computer zerstört werden. Sobald jemand wieder einen Computer baut, könnte man die Bitcoin-Datenbank wieder hochladen.

Gegenüber Gold haben Bitcoins sogar den Vorteil, dass sie sehr leicht transportiert werden können. Während Du an der Grenze mit Goldbarren im Gepäck leicht aufgehalten werden kannst, musst Du Dir bei Bitcoin nur Dein Passwort merken und Du kannst am anderen Ende der Welt wieder an Dein Geld ran. Gold hat natürlich den Vorteil, dass es ein realer Sachwert ist. Es hat auch noch industriellen Nutzen und der Wert kann nicht auf Null sinken. Gleichwohl beruht ein Großteil des Wertes, ebenso wie bei Bitcoin, auf Vertrauen in die Funktion als Geld. Das ganze Spiel hat erst ein sicheres Ende, wenn die Zentralbanken abgeschafft werden. Und das werden sie so sicher wie das Amen in der Kirche, auch wenn die Fiat-Money-Jünger das nicht glauben wollen. Spätestens dann wird Gold wieder seinen wahren Wert haben.

Heißt das nun, dass man bedenkenlos Bitcoins kaufen kann? Nein, auf keinen Fall. Der Kurs kann sogar über Nacht um 90% fallen. Da Bitcoins – zum Glück – unreguliert sind, gibt es auch nicht, wie an der Börse, irgendwelche Grenzen, um wie viel ein Kurs fallen kann, bevor der Kurs ausgesetzt wird. Bricht einmal eine Panik aus, kann der Kurs schnell ins Bodenlose fallen. Solange sich also Bitcoins nicht als allgemeines Zahlungsmittel durchgesetzt haben, unterliegt es hohen Schwankungen. Im Nachhinein dürften sich aber Kurseinbrüche als Kaufgelegenheiten herausstellen.

Anlässe für Einbrüche wird es genug geben: Spekulative Überhitzung, Kriminalisierung durch Staaten, Horrorstorys von Betrug und Geldwäsche. Immer wieder wird es sogar Betrugsfälle bei Anbietern geben. In der Presse wird das mit Sicherheit so dargestellt werden, also ob das ganze System betrügerisch ist. In Wirklichkeit werden es aber nur einzelne Anbieter sein, die zum Beispiel so tun, also ob sie Bitcoins herstellen, in Wirklichkeit aber etwas ganz anderes tun. Aber mit der Währung an sich, haben diese Fälle dann nichts zu tun. Der Algorithmus selber ist nicht angreifbar. Selbst wenn er es wäre, bisher hat er offensichtlich alle Angriffe überstanden, trotz garantiert tausendfacher Versuche.

Falls auch DU Deinen Job leid bist oder zu den Opfern staatlich erzeugter Arbeitslosigkeit gehörst, solltest Du Dich unbedingt mit dem Thema beschäftigen. Rund um Bitcoins entsteht gerade eine riesige neue Industrie, in der es gerade am Anfang noch unzählige Geschäftsmöglichkeiten gibt.

Das ist keine Anlageberatung oder die Aufforderung, Bitcoins zu kaufen. Du bist ein freier Mensch und entscheidest selbst in eigener Verantwortung. Der Vorsprung, den Bitcoin hat, ist schon relativ groß und es ist derzeit kein Vorteil ersichtlich, den andere Währungen bieten könnten.

 

Wenn Du noch weitere Fragen rund ums Thema Bitcoin hast, schreibe uns doch einfach eine E-Mail an info@youtrustmedia.de oder schreib uns eine private Nachricht auf Facebook. Ich werde auf alle Fragen und Anregungen eingehen.

 

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