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Neue Technik macht Bankgeschäfte billiger

 

Die Computertechnik Blockchain könnte die Zahlungen für Bankgeschäfte um ein Fünftel reduzieren, sprich weniger Kosten für Hypotheken- und Kontoführungsgebühren.

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Von den möglichen Kostenersparnissen durch die Digitalisierung reden Banker gerne, was es dem Kunden für Vorteile bringen kann, haben Berater von Capgemini durchgerechnet. Vor allem für Darlehensverträge und Versicherungen sehen sie erhebliches Einsparungspotential, das auch beim Verbraucher ankommen sollte. Im Durchschnitt wären das 430 bis 860 Euro, 11 bis 22 Prozent, diese könnten etwa die Gebühren für die Kontoführung oder Hypothekenverträge sinken, und das schon in 5 Jahren.

Der Schlüssel zu den Einsparungen ist nach Ansicht der Capgemini-Berater die neue Blockchain-Technologie, an der so gut wie alle großen Finanzkonzerne, darunter etwa die Deutsche Bank und die Allianz, gerade forschen. Wie sie im Detail funktioniert, ist – ähnlich wie beim Internet – für den Laien kaum zu verstehen. Es ist aber entscheidend, dass über das System Datensätze innerhalb sehr kurzer Zeit und für alle Beteiligten überprüfbar ausgetauscht werden können.

Die Kostenvorteile? Verträge und Sonstiges werden nicht mehr in vielen Klauseln auf Papier festgehalten, sondern als eine Art Computerprogramm. Dieser Smart Contract sorgt dann dafür, dass zum Beispiel Darlehensbeträge automatisch ausgezahlt werden, sobald der Vertragspartner die vereinbarten Voraussetzungen erfüllt hat. In dem Falle eines Hypothekenvertrags würden dann zum Beispiel Gutachten und die Dokumentation nicht mehr auf Papier gedruckt, sondern automatisch innerhalb des Computersystems überprüft. Die Banken könnten auch ihren Verwaltungsaufwand dadurch nach Ansicht der Autoren zwischen 3 und 10 Milliarden Euro senken.

 

Verträge nur noch digital?

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„Die Abwicklung und Gestaltung von Verträgen ist bis heute noch nicht vollständig digitalisiert. Deswegen müssen Verbraucher einen Großteil der finanziellen Last einer noch immer manuellen Abwicklung tragen“, sagt Stefan Huch von Capgemini.

Seiner Ansicht nach ist die Forschung zu sogenannten Smart Contracts auf der Blockchain aber weit genug, um das gesamte Vertragswesen zu revolutionieren. Schon von 2020 an erwarten die Studienautoren eine ausreichende Akzeptanz im Massenmarkt.

„Risiken werden geringer, die Kosten sinken, und die Effizienz wird steigen“

Ähnliche Effekte könnten bei Verträgen für Autos dazu führen, dass die Bearbeitungskosten in der ganzen Welt um 19 Milliarden Euro sinken. Schon die Weitergabe der Hälfte dieser Effizienzgewinne würde nach Ansicht der Berater Prämieneinsparungen für Verbraucher von jährlich durchschnittlich bis zu 40 Euro bedeuten.

 

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